Geschichte

Geschichte 30 Jahre Modelleisenbahn-Club

25 Jahre MCWK_Titelbild
Broschüre 25 Jahre MCWK

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Die Geschichte des Modelleisenbahn-Clubs Wittenbach-Kronbühl

(MCWK)  EA 4 1986

Bereits Anfang 1976 trafen sich einige Modelleisenbahnfreunde aus der Gemeinde zu lockeren Zusammenkünften, um gemeinsame Erfahrungen auszutauschen. Dabei wurde mit dem Gedanken gespielt, einen Klub zu gründen, und so entschlossen sich am 4. November 1976 sechs Modell-Eisenbahn-Enthusiasten, den Modelleisenbahnclub Wittenbach-Kronbühl zu gründen. Schon nach kurzer Zeit konnten wir mit grosser Freude einen beträchtlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen.

Um eines unserer gesteckten Ziele, nämlich den Bau einer Klubanlage, zu verwirklichen, gingen wir auf die Suche nach einem geeignetem Klublokal. Im Februar 1977 konnten wir einen etwas verwahrlosten Raum beziehen. Mit grossen Anstrengungen der Mitglieder wurde das Lokal renoviert und für unsere Bedürfnisse hergerichtet. Bereits im Dezember 1977 konnten wir an die Öffentlichkeit treten und unsere Anlage im Bau vorstellen. Diesen Tag der offenen Tür verbanden wir mit einem inzwischen zur Tradition gewordenen Occasionsmarkt.

Da wir in unserem Klublokal extremen Temperaturen ausgesetzt waren ( im Sommer sehr heiss und im Winter um den Gefrierpunkt), kam der Wunsch nach einem besseren Raum auf. Im September 1978 wurde aus Anlass der Einweihung des neuen Bahnhofs und des Oberstufenschulhauses ein Dorffest durchgeführt. Vom Organisationskomitee wurden wir wegen der Erstellung einer Verbindungsbahn zwischen den beiden Festplätzen angefragt. Mit viel Elan und grossem Einsatzbauten und betrieben wir den KWE (Kronbühl – Wittenbach – Express), eine 60 cm Stollenbahn. Mit zwei Lokomotiven und vier Wagen besorgten wir den Pendelverkehr. Auf der 410 m langen Strecke beförderten wir in 224 Fahrten 6500 Personen.

Im Jahre 1980 wurde der Entschluss gefasst, ein eigenes Klubheim zu bauen. Nachdem wir einen geeigneten Standort gefunden hatten, konnten wir an die Ausführung denken. Im Oktober 1980 begannen wir mit den Bauarbeiten. Das ganze Klubheim wurde in Fronarbeit erstellt. Zu unserer grossen Freude war es im Februar 1981 bezugsbereit.

Somit konnte bereits mit der Planung der beiden Klubanlagen H0 und N begonnen werden. Unser Ziel war bei der H0-Anlage eine doppelspurige Hauptstrecke und eine einspurige Nebenstrecke in Anlehnung an die Bodensee-Toggenburg-Bahn mit dem Bahnhof Wittenbach. Analog zur H0-Anlage entstand eine N-Anlage mit der Idee, einige Abschnitte der BT mit den Bahnhöfen St.Gallen-St.Fiden und St.Gallen-Haggen sowie dem Sitterviadukt zu verwirklichen.

Momentan sind wir am Bau der elektromechanischen Steuerung der beiden Anlagen. Die Fahrleitung für die H0-Anlage entsteht in unser eigenen Werkstatt. Um einer gewissen „Déformation professionelle“ vorzubeugen, betreiben wir noch weitere Aktivitäten: Exkursionen, Klubreisen, Familienausflüge sowie sportliche Betätigungen  werden in unser Klubleben einbezogen.

Aufbau Clubheim MCWK

Im Winter 1980/81 wurde in Fronarbeit ein eigenes Klubheim erbaut.    Foto: MCWK

Anlagebau 1982

Anlagenbau im Clubheim

Die Tätigkeit des MCWK Wittenbach-Kronbühl konzentriert sich stark auf den Bau von Anlagen. Im klubeigenen Gebäude werden zwei grosse Anlagen, je eine in Nenngrösse HO und in N, aufgebaut. Aus beiden Anlagen führen Teilstrecken auch durch Vitrinen im gemütlich eingerichteten Aufenthaltsraum. Während die HO-Anlage noch weitgehend im Rohbau anzutreffen ist (Bilder 1 bis 3), sind auf der N-Anlage, die unter anderem interessante Motive von der Bodensee-Toggenburg-Bahn enthält, gut gestaltete, fertige Abschnitte zu bewundern.
In weiten Kreisen bekannt geworden ist die HO-Anlage in einem Wagen des Ausstellungszuges zum 75-Jahr-Jubiläumder BT der im letzten Herbst in der Ostschweiz auf Tournee war und auch an den Modellbautagen im Verkehrshaus aufgestellt war. Die Anlage zeigt Motive aus dem Bereich der BT-Station Brunnadern-Neckertal, wobei alle Gebäude im Eigenbau nachgebildet worden sind.

EA_Titel_86-04

Modelleisenbahnclub Wittenbach – Kronbühl